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Oft
gestellte Fragen
Ist Fallschirmspringen
gefährlich?
Ja
und nein, je nach
Sichtweise. Man kann sich zwar schwer verletzen oder sogar
sterben, richtig
und
ernsthaft betrieben ist das Risiko aber sehr gering. Als
Tandempassagier kann man ganz dem
Tandemmaster vertrauen, der ja
schließlich auch am Abend gesund wieder nach Hause will.
Wird
man bei der Schirmöffnung nach oben gerissen?
Nein, nur abgebremst. Dies
sieht in Filmen so aus, weil der Kameramann weiter nach
unten
fällt und soder andere Springer/das Tandem nach oben aus dem
Bild verschwindet.
Warum
ist ein Tandemsprung so teuer?
Zugegeben, 199€
sind eine Menge Geld, aber dieser Preis ist angemessen. Ein Tandemsprungsystem
hat
einen Neupreis
von über 10000 €, aber eine begrenzte Nutzungsdauer
und vorgeschriebene Nachprüfungen;
ein Tandemmaster
muss über 600 € jährlich an
Versicherungen ausgeben und regelmäßig eine
ärztliche
Untersuchung
bezahlen, die zwei Plätze im
Flieger müssen bezahlt werden und von der Einweisung bis zur
Landung und dem
Schirmpacken beschäftigt ein Passagier seinen
Tandemmaster gut zwei Stunden lang.
Kann
man im freien Fall normal atmen und wie ist das mit dem Luftdruck?
Atmen
im freien Fall ist
überhaupt kein Problem, man vergißt es
höchstens vor lauter Begeisterung :-)
Den
Luftdruckanstieg merkt man im Fallen nicht, erst nach der
Schirmöffnung fühlt man einen
(ungefährlichen)
Druck in den Ohren, ein paar Mal schlucken
und er ist weg.
Welche
Temperaturen erwarten mich dort oben?
In unserer
Standardhöhe von 3000-3500m ist es etwa 20 Grad
kühler als auf dem Boden. Im Fallen kühlt
die Luft
die Gesichtshaut zwar kräftig ab, aber der Verstand ist viel
zu beschäftigt, als darauf zu achten.
Welche
Geschwindigkeit wird im Fallen erreicht?
180
bis 210 km/h (um nicht schneller als ein einzelner Springer zu werden,
öffnet ein Tandemmaster
direkt nach dem
Aussteigen einen kleinen Bremsschirm)
Kann
man sich im freien Fall unterhalten?
(Abgesehen von
Hollywood-Filmen) Nein, der Schall wird völlig verblasen. Erst
am
offenen Schirm können Passagier und Tandemmaster sich wieder verständigen.
Darf ich als Passagier
den Schirm lenken?
Ja, wenn du willst gibt dir
dein Pilot nach der Öffnung die Schlaufen der Steuerleinen in
die Hände.
Nun kannst du
einige Kurven und Kreise fliegen, bis
der Pilot für die Landung wieder übernimmt. Oder
du
schaust ihm nur dabei zu und genießt die Aussicht.
Was kann ich als
Passagier falsch machen?
Nichts, wenn du die
Anweisungen des Tandemmasters befolgst.
Am wichtigsten ist es, bei der Landung, entsprechend seinen
Anweisungen, die Beine
hochzunehmen, ansonsten könnte es durch
dein Gewicht plus das des Masters zu schweren
Verletzungen deiner
Füsse kommen.
Was ist die
Reißleine?
Jajaaa, die
Reißleine, die von Nichtspringern sprichwörtlich
immer im letzten Moment gezogen wird.
Ehrliche Antwort? Wissen wir
nicht genau! Es könnte damit die Leine gemeint sein, die bei
Sprüngen
mit automatischer Auslösung den Schirm aus
seiner Verpackung zieht, wie man es bei militärischen
Absprüngen bis heute macht. Hierbei gibt es aber keinen
Freifall und kein aktives Eingreifen des Springers.
Vielleicht ist der Verschluß des Hauptschirmcontainers
gemeint. Zieht der Springer daran im freien Fall,
drückt die
Feder des Hilfsschirms die Containerklappen auseinander und gelangt ins
Freie. Allerdings
ist es keine Leine, sondern ein plastikummanteltes
Stahlkabel mit Griff und wird nur bei Schülersystemen
verwendet. Wirklich, aber sehr selten, im letzten Moment gezogen wird
der
Verschluß des
Reserveschirmcontainers. Das ist aber nur alle
paar hundert Sprünge einmal nötig, und wiederum ist
es ein Stahlkabel. Vor 'Urzeiten' soll es Sprungsysteme gegeben haben,
deren
Hauptschirmverpackung mittels
eines Faden geschlossen wurde. Bei jeder
Öffnung zerriß dieser Faden und wurde beim Packen
erneuert.
Eventuell ist dies in die Umgangssprache gewandert. Auf jeden Fall
gilt: wir Springer untereinander
benutzen nie das Wort
'Reißleine'.
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